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The Invisible Man

22. MΓ€rz 2025 3 Min. Lesezeit Redaktion

🫣 β€žThe Invisible Manβ€œ (2020) – ey, der zieht dir auf ganz leise Art den Boden unter den Füßen weg. Kein typischer Horror mit Blut und GekrΓΆse, sondern ein hochspannender Psychothriller, der dich fertig macht, weil er so ruhig ist. Regie hat Leigh Whannell gefΓΌhrt – den kennt man sonst eher aus der Saw– oder Insidious-Ecke. Aber hier? Hier liefert er ein ganz anderes Kaliber ab: still, beklemmend, modern. Und absolut relevant.

πŸŽ₯ Was geht ab in dem Film?

Im Zentrum steht Cecilia Kass – gespielt von Elisabeth Moss, die man ja eh immer abkauft, wenn’s ernst wird. Cecilia steckt in einer Beziehung mit einem reichen, manipulativen Tech-Typen: Adrian Griffin. So’n Kontrollfreak vom Feinsten. Reiche Villa, Smart Home, alles perfekt… nur eben wie ein GefΓ€ngnis.

Irgendwann haut sie ab. Mitten in der Nacht. Voller Panik.
Kurz darauf: Adrian ist tot. Selbstmord, sagen sie.
Aber Cecilia glaubt’s nicht. Und recht hat sie.

Denn plΓΆtzlich passiert’s:
πŸ”Έ Dinge verschwinden.
πŸ”Έ TΓΌren gehen auf.
πŸ”Έ Es raschelt, wo nichts sein sollte.
πŸ”Έ Und Cecilia ist sich sicher – er ist noch da. Unsichtbar.

Nur: Wer glaubt schon einer Frau, die behauptet, ihr toter Ex verfolgt sie durchs Haus? Genau. Niemand.

πŸ˜΅β€πŸ’« Unsichtbarer Horror trifft volle Kanne RealitΓ€t

Das richtig Fiese? Der Film spielt mit deinem Kopf. Die Kamera zeigt leere Ecken. Ganz still. Und du sitzt da und denkst: Da steht doch jemand. Oder?!
Und das zieht sich durch den ganzen Film. Kein lauter Krawall, keine Monster – nur du, dein Puls und eine PrΓ€senz, die du nicht sehen kannst.

Und wΓ€hrend Cecilia immer mehr den Verstand zu verlieren scheint, wird sie zur Zielscheibe. Nicht nur von ihm, sondern auch von der Welt um sie herum.

🎭 Elisabeth Moss = absolute Ausnahmeleistung

Sie trΓ€gt den Film. Punkt. Diese Mischung aus totaler Panik, innerer StΓ€rke und einem Blick, der dir alles sagt, ohne ein Wort zu sprechen – das ist ganz großes Kino. Du leidest mit, du zweifelst mit, du zweifelst an dir selbst.
Und irgendwann weißt du: Das hier ist nicht bloß ein Film über Unsichtbarkeit. Es ist ein Film über Gaslighting. Über Machtmissbrauch. Über das Gefühl, dass dir keiner glaubt.

🧬 Tech statt Zaubertrank

Der Clou? Adrian hat keinen Zaubertrank getrunken – er hat einen Hightech-Anzug gebaut. Mit Kameras. Mit Lichtbrechung. So plausibel, dass du denkst: Scheiße, das kΓΆnnte echt gehen. Und genau deshalb wirkt alles noch nΓ€her, noch realer, noch schlimmer.

πŸ—―οΈ Feministische Wucht ohne Moralkeule

Viele nennen ihn den #MeToo-Horrorfilm – weil er zeigt, wie schwer es ist, sich GehΓΆr zu verschaffen. Wie leicht Frauen als hysterisch abgestempelt werden. Und wie viel Mut es braucht, sich gegen jemanden zu stellen, den keiner fΓΌr fΓ€hig zu sowas hΓ€lt.
Cecilia ist am Anfang Opfer. Am Ende? Ganz sicher nicht mehr.

πŸ”₯ Kurz gesagt:

Wenn du mal wieder was sehen willst, das dich nicht gleich mit Soundeffekten anspringt, sondern langsam, fies und psychologisch aufreibt – dann ist das dein Film.
Und wenn du danach in dunklen Fluren plΓΆtzlich zΓΆgerst… dann weißt du, warum. πŸ˜Άβ€πŸŒ«οΈ

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