đ» âThe Grudge 2â (2006) â ein US-amerikanischer Horrorfilm mit ĂŒbernatĂŒrlicher Schlagseite, bei dem Takashi Shimizu wieder selbst Regie gefĂŒhrt hat. Jep, genau der Kerl, der auch schon das japanische Original âJu-Onâ erschaffen hat. Man könnte also sagen: Der Mann kennt seinen Fluch. Und diesmal wirdâs noch ein bisschen fieser. DĂŒsterer. Und… naja, irgendwie auch verworrener â aber auf ne unheimlich gute Art.
Der Film ist nicht bloĂ âne plumpe Fortsetzung von Teil 1, sondern eher so ein wirres PuzzlestĂŒck, das dich mit offener Kinnlade zurĂŒcklĂ€sst. Mehrere HandlungsstrĂ€nge, verschiedene Orte, verschiedene Zeiten â und ĂŒber allem schwebt der unauslöschliche Horror von Kayako und ihrem Sohn Toshio.
đ Und was passiert da genau?
Also: Wir starten mit Karen Davis (ja, Sarah Michelle Gellar aus Teil 1), dieâs nicht gut erwischt hat. Krankenhaus, Trauma, Augen voller Angst â aber die Geister geben halt keine Ruhe. Und es dauert nicht lang, bis Karen… sagen wir mal: nicht mehr so richtig am Leben teilnimmt.
Dann kommt ihre Schwester Aubrey ins Spiel â gespielt von Amber Tamblyn. Die will nach Tokio fliegen und rausfinden, was mit Karen los war. Schlechte Idee. Sie trifft auf eine Reporterin, ein paar Leute, die mehr wissen, als sie sagen, und ehe sie sichâs versieht, steckt sie selbst bis zum Hals in diesem fluchverseuchten Wahnsinnshaus.
Und dann â zack â ein Zeitsprung! Oder besser: Ortswechsel. Highschool-MĂ€dels in Chicago, die aus Neugier ein mysteriöses Haus betreten (Spoiler: nicht die beste Entscheidung ihres Lebens). Und BĂM â der Fluch ist jetzt auch in Amerika unterwegs. Klasse. Danke, Kayako.
đ Was macht diesen Film so besonders?
- Die Story springt fröhlich in der Zeit herum. Anfang, Mitte, Ende? Vergiss es. Aber genau das trĂ€gt zur Paranoia bei. Du verlierst irgendwann jegliches ZeitgefĂŒhl â genauso wie die Figuren.
- Statt lauten Schockmomenten gibtâs hier diesen ganz langsamen, ekligen, kriechenden Horror. Soân GefĂŒhl, als wĂŒrde dir was Kaltes in den Nacken pusten, wĂ€hrend du alleine im Raum bist.
- Kayako bleibt der Endgegner der GerĂ€uschkulisse. Dieses knarzende WĂŒrgen… ey, das geht dir unter die Haut. Und Toshio mit seinen schwarzen Katzenaugen ist auch nicht gerade der Traum jedes Kindergartens.
đ Und was bleibt hĂ€ngen?
Ein GefĂŒhl von totaler Machtlosigkeit. Weil dieser Fluch nicht auf Gerechtigkeit aus ist. Der hat keinen Grund, kein Ziel. Er ist einfach. Wenn du ihn einmal gesehen hast â oder jemanden kennst, der ihn gesehen hat â bist du dran. Punkt. Und das macht ihn so verdammt beunruhigend.
đŻïž Was fĂŒr Leute ist das was?
FĂŒr Fans von AtmosphĂ€re statt BlutfontĂ€nen. FĂŒr alle, die keine Antworten brauchen, sondern sich lieber fragen: âWas zur Hölle war das gerade?â
Und fĂŒr Leute, die sich danach sicherheitshalber nicht mehr duschen oder in dunkle Ecken schauen wollen. Also… quasi perfekte Sonntagsunterhaltung đ