Die Alien-Filmreihe gehört seit 1979 zu den prägendsten Franchises des Science-Fiction-Horrors. Mit mittlerweile sieben Hauptfilmen, die sich über einen fiktiven Zeitraum von mehreren Jahrhunderten erstrecken, stellt sich für viele Zuschauer eine naheliegende Frage: In welcher Reihenfolge schaut man die Alien-Filme am besten? Hier gibt es zwei sinnvolle Varianten — die Reihenfolge nach Erscheinungsjahr und die chronologische Reihenfolge nach der Handlung im Film-Universum.
In welcher Reihenfolge sollte man die Alien-Filme schauen?
Die kurze Antwort: Für Erstseher ist die Reihenfolge nach Erscheinungsdatum die beste Wahl. Ridley Scotts Original von 1979 funktioniert als Einstieg deutlich besser als die Prequels, weil es die Xenomorphs ohne Vorwissen einführt und die klaustrophobische Atmosphäre ihre volle Wirkung erst ohne Kontext entfaltet. Wer die Reihe bereits kennt und den Handlungsbogen von der Erschaffung der Xenomorphs bis zu ihrem Ende verfolgen will, kann zur chronologischen Variante greifen.
| Nr. | Chronologisch (Handlung) | Jahr im Film | Nach Erscheinung | Kinostart |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Prometheus | 2089-2093 | Alien | 1979 |
| 2 | Alien: Covenant | 2104 | Aliens | 1986 |
| 3 | Alien | 2122 | Alien 3 | 1992 |
| 4 | Alien: Romulus | 2142 | Alien: Die Wiedergeburt | 1997 |
| 5 | Aliens | 2179 | Prometheus | 2012 |
| 6 | Alien 3 | 2179 | Alien: Covenant | 2017 |
| 7 | Alien: Die Wiedergeburt | 2381 | Alien: Romulus | 2024 |
Welche Reihenfolge ist besser — chronologisch oder nach Kinostart?
Das hängt davon ab, was man sich vom Marathon erhofft. Die Erscheinungsreihenfolge hat einen entscheidenden Vorteil: Man erlebt die Filme so, wie das Publikum sie über Jahrzehnte kennengelernt hat. Das Original wirft Fragen auf, die erst 33 Jahre später in Prometheus teilweise beantwortet werden. Diese Spannung geht bei der chronologischen Variante verloren.
Die chronologische Reihenfolge hat dagegen ihren Reiz für Wiedersehende. Wer weiß, was Ripley erwartet, kann mit Prometheus starten und den gesamten Bogen der „Engineers“ und der Schöpfungsgeschichte der Xenomorphs verfolgen — vom Ursprung bis zur letzten Konfrontation in Alien: Die Wiedergeburt, die fast 300 Jahre nach den Ereignissen von Alien 3 spielt.
Alle Alien-Filme im Überblick — was passiert in welchem Teil?
Prometheus (2012)
Das Prequel zum Prequel. Die Wissenschaftlerin Elizabeth Shaw folgt uralten Sternenzeichnungen zum Mond LV-223 und findet dort die „Engineers“ — jene Spezies, die sowohl die Menschheit als auch die Xenomorphs erschaffen hat. Prometheus stellt große philosophische Fragen über Schöpfung und Zerstörung, liefert aber nur wenige Antworten. Visuell ist der Film allerdings beeindruckend und fügt dem Alien-Universum eine mythologische Dimension hinzu.
Alien: Covenant (2017)
Zehn Jahre nach Prometheus erreicht das Kolonisierungsschiff Covenant einen scheinbar bewohnbaren Planeten. Dort treffen die Crew-Mitglieder auf den Androiden David, der seit den Ereignissen von Prometheus eigene Pläne verfolgt. Covenant schlägt die Brücke zwischen den philosophischen Ambitionen von Prometheus und dem Body-Horror des Originals — mit gemischtem Erfolg, aber einigen der verstörendsten Szenen der gesamten Reihe.
Alien (1979)
Der Film, mit dem alles anfing. Die siebenköpfige Crew des Frachters Nostromo wird von einem Notsignal auf den Planeten LV-426 gelockt. Was als Routinemission beginnt, wird zum Albtraum, als ein parasitärer Organismus an Bord gelangt. Ridley Scott erschuf mit minimalen Mitteln maximalen Schrecken — H.R. Gigers biomechanisches Kreaturendesign, die klaustrophobischen Korridore und Sigourney Weavers Durchbruch als Ellen Ripley machten diesen Film zur Blaupause für Science-Fiction-Horror.
Aliens (1986)
James Cameron übernahm das Franchise und verwandelte es vom Horrorfilm in einen Action-Thriller. Ripley kehrt zusammen mit einem Trupp Marines nach LV-426 zurück, wo sich eine ganze Kolonie von Xenomorphs eingenistet hat. Die Steigerung gegenüber dem Original ist radikal: mehr Aliens, mehr Feuerkraft, mehr Spannung. Das Ergebnis ist einer der seltenen Fälle, in denen eine Fortsetzung das Original nicht nur erreicht, sondern in mancher Hinsicht übertrifft.
Alien 3 (1992)
David Finchers Regiedebüt war von Studioeingriffen und Produktionsproblemen geplagt. Ripley strandet auf der Strafkolonie Fiorina 161, wo ein einzelner Xenomorph die unbewaffneten Gefangenen dezimiert. Der Film polarisiert bis heute: Seine nihilistische Grundhaltung und die kontroverse Entscheidung, beliebte Figuren aus Aliens im Vorspann sterben zu lassen, verärgerte viele Fans. Die Assembly Cut-Version von 2003 rehabilitiert den Film allerdings merklich.
Alien: Die Wiedergeburt (1997)
200 Jahre nach ihrem Tod wird Ripley als Klon wiedergeboren — inklusive Alien-DNA. Der französische Regisseur Jean-Pierre Jeunet brachte seinen eigenwilligen visuellen Stil ein und schuf den seltsamsten Alien-Film der Reihe. Die Unterwassersequenz mit den schwimmenden Aliens bleibt im Gedächtnis, ebenso wie die verstörende „Newborn“-Kreatur im Finale. Kein Meisterwerk, aber als schwarzhumorige Kuriosität durchaus sehenswert.
Alien: Romulus (2024)
Fede Alvarez (Don’t Breathe, Evil Dead) führte das Franchise zurück zu seinen Wurzeln. Eine Gruppe junger Kolonisten bricht in eine verlassene Raumstation ein und stößt auf die Überreste eines Weyland-Yutani-Forschungsprojekts. Romulus verbindet die klaustrophobische Atmosphäre des Originals mit modernen Practical Effects und frischem Blut — im wahrsten Sinne. Der Film liefert einige der intensivsten Szenen seit Jahrzehnten und beweist, dass das Franchise auch nach 45 Jahren noch für echten Schrecken sorgen kann. Unsere Alien: Romulus Besprechung
Was ist mit den Alien-vs.-Predator-Filmen?
Alien vs. Predator (2004) spielt in der Antarktis, wo ein Weyland-Team auf eine uralte Pyramide stößt, in der Aliens und Predatoren gegeneinander kämpfen. Der Film von Paul W.S. Anderson ist harmloser PG-13-Stoff und teilt sich den Regisseur mit der Resident-Evil-Reihe. Aliens vs. Predator: Requiem (2007) verlagert die Handlung in eine amerikanische Kleinstadt und ist deutlich brutaler, leidet aber unter miserabler Beleuchtung — in vielen Szenen ist kaum etwas zu erkennen.
Wo kann man die Alien-Filme aktuell streamen?
Die Streaming-Verfügbarkeit ändert sich regelmäßig. Stand Anfang 2026 sieht die Verteilung in Deutschland so aus:
Gibt es eine Alien-TV-Serie?
Ja. Mit Alien: Earth startete 2025 die erste TV-Serie im Alien-Universum auf Hulu (international bei Disney+). Die Serie spielt auf der Erde und verfolgt damit einen völlig neuen Ansatz — zum ersten Mal verlässt die Handlung die Raumschiffe und Kolonien. Noah Hawley (Fargo, Legion) fungiert als Showrunner, was für ein hohes erzählerisches Niveau spricht. Die Serie wurde bereits für eine zweite Staffel verlängert.
Wie lang dauert ein kompletter Alien-Marathon?
Alle sieben Hauptfilme zusammen haben eine Gesamtlaufzeit von etwa 14 Stunden und 30 Minuten. Rechnet man Pausen mit ein, sollte man für einen Komplett-Marathon einen ganzen Tag einplanen. Hier die einzelnen Laufzeiten:
| Film | Laufzeit (Kinofassung) | Extended/Director’s Cut |
|---|---|---|
| Alien (1979) | 117 Min. | 116 Min. (Director’s Cut) |
| Aliens (1986) | 137 Min. | 154 Min. (Special Edition) |
| Alien 3 (1992) | 114 Min. | 145 Min. (Assembly Cut) |
| Alien: Die Wiedergeburt (1997) | 109 Min. | 116 Min. (Special Edition) |
| Prometheus (2012) | 124 Min. | — |
| Alien: Covenant (2017) | 122 Min. | — |
| Alien: Romulus (2024) | 119 Min. | — |
Häufige Fragen zur Alien-Reihenfolge
Muss man Prometheus und Covenant gesehen haben, um Alien: Romulus zu verstehen?
Nein. Alien: Romulus funktioniert als eigenständiger Film und setzt primär Kenntnisse des Originals von 1979 voraus. Es gibt einige Anspielungen auf Prometheus und Covenant, aber sie sind nicht handlungsrelevant. Wer nur das Original kennt, versteht Romulus problemlos.
Gehört Alien: Romulus zur selben Zeitlinie wie die anderen Filme?
Ja. Romulus spielt im Jahr 2142, also etwa 20 Jahre nach den Ereignissen von Alien und knapp 40 Jahre vor Aliens. Der Film ist vollständig in den Kanon eingebettet und enthält direkte Verbindungen zur Weyland-Yutani Corporation und den Xenomorph-Forschungsprogrammen.
In welcher Reihenfolge sollte man die Alien-Filme zum ersten Mal schauen?
Zum ersten Mal empfiehlt sich die Erscheinungsreihenfolge: Alien (1979) → Aliens (1986) → Alien 3 (1992) → Alien: Die Wiedergeburt (1997) → Prometheus (2012) → Alien: Covenant (2017) → Alien: Romulus (2024). So erlebt man die Steigerung der Spezialeffekte und versteht die Prequels als Ergänzung, nicht als Vorgeschichte.
Sind die Alien-vs.-Predator-Filme Kanon?
Nein. Die beiden AvP-Filme (2004, 2007) gehören nicht zum offiziellen Alien-Kanon. Ridley Scott hat sie ausdrücklich von seiner Zeitlinie ausgeschlossen. Sie können als eigenständige Crossover-Unterhaltung betrachtet werden, haben aber keinen Einfluss auf die Handlung der Hauptreihe.
Wird es weitere Alien-Filme geben?
Ja. Der Erfolg von Alien: Romulus (ca. 350 Millionen Dollar weltweit) hat das Franchise wiederbelebt. Eine Fortsetzung zu Romulus ist in Entwicklung. Parallel läuft die TV-Serie Alien: Earth auf Hulu/Disney+, die bereits eine zweite Staffel bestätigt hat. Das Alien-Universum wird also sowohl auf der Leinwand als auch im Streaming weiter ausgebaut.
Welcher Alien-Film ist der beste Einstieg für Horror-Fans?
Das Original von 1979. Alien ist in erster Linie ein Horrorfilm im Weltraum-Setting — langsam aufgebaut, atmosphärisch dicht und mit einer ikonischen Kreatur. Wer mehr Action bevorzugt, kann auch mit Aliens (1986) starten. Wer modernen Horror mag, findet in Alien: Romulus (2024) den zugänglichsten neueren Einstieg.
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