đȘ âThe Texas Chainsaw Massacreâ (1974) â ein rabenschwarzer Kult-Schocker aus den USA, inszeniert von Tope Hooper, der nicht nur Regie fĂŒhrte, sondern auch gemeinsam mit Kim Henkel das Drehbuch schrieb. Der Streifen gehört zum Subgenre des Slasher-Horrors und hat das Genre maĂgeblich geprĂ€gt â mit kleinem Budget, schmutziger Optik und einer Gewalt, die man oft nur zu spĂŒren glaubt, ohne sie tatsĂ€chlich zu sehen.
Was 1974 auf die Leinwand losgelassen wurde, war mehr als ein Film â es war ein Schlag in die Magengrube des amerikanischen Kinos. Und bis heute sorgt er fĂŒr Diskussionen, Ekel, Faszination⊠oder alles auf einmal.
đ”âđ« Worum gehtâs in âThe Texas Chainsaw Massacreâ?
FĂŒnf junge Leute â Sally, ihr im Rollstuhl sitzender Bruder Franklin und ihre Freunde Jerry, Kirk und Pam â sind auf einem Roadtrip durch Texas. Sie wollen das Grab von Sallys GroĂvater besuchen, nachdem es Berichte ĂŒber GrabschĂ€ndungen gab. Klingt erstmal harmlos, oder?
Doch schon unterwegs begegnet ihnen ein seltsamer Anhalter â völlig durch den Wind, unberechenbar und gefĂ€hrlich. Das ist der erste Hinweis darauf, dass hier irgendetwas so gar nicht stimmt.
Kurz darauf stoĂen sie auf ein abgelegenes, verlassenes Haus â oder das, was sie dafĂŒr halten. Was sie dort finden, ist der pure Albtraum: Eine verstörte Familie von Kannibalen, darunter ein schweigsamer Riese mit menschlicher Hautmaske und KettensĂ€ge â Leatherface. Einer nach dem anderen wird von der Gruppe geschnappt, gejagt, zerstĂŒckelt oder aufgehĂ€ngt wie Vieh. Nur Sally gelingt die Flucht… halb wahnsinnig, blutĂŒberströmt, kreischend in den Sonnenaufgang.
đŹ Warum der Film Geschichte geschrieben hat
- Gedreht wurde mit einem Mini-Budget von gerade mal 140.000 Dollar â unter widrigsten Bedingungen, bei brĂŒtender Hitze, mit echten Knochen und Tierkadavern am Set (der Geruch muss unfassbar gewesen sein).
- Trotz seines Rufs als brutaler Skandalfilm zeigt er erstaunlich wenig explizite Gewalt. Die Schrecken passieren oft auĂerhalb des Bildes â aber sie sind so intensiv inszeniert, dass sie sich tief ins GedĂ€chtnis brennen.
- Leatherface, gespielt von Gunnar Hansen, wurde zur ikonischen Horrorfigur. Seine Fleischermaske, die KettensĂ€ge und sein animalisches Verhalten machten ihn zu einem Archetyp fĂŒr spĂ€tere Slasherkiller wie Michael Myers oder Jason Voorhees.
- Die Soundkulisse? UnertrĂ€glich unangenehm. Kein klassischer Score, sondern metallisches HĂ€mmern, Kreischen und Dröhnen â ein akustischer Albtraum.
- Die finale Verfolgungsjagd mit Sally, die komplett durchdreht, wĂ€hrend Leatherface wild mit der KettensĂ€ge tanzt â das ist reines, ungeschöntes Terror-Kino.
đș Der Mythos lebt weiter
Obwohl (oder gerade weil) der Film in mehreren LĂ€ndern jahrelang verboten war, wurde er zur Legende. Es folgten zahlreiche Fortsetzungen, Prequels, Remakes und sogar Serienadaptionen â aber keiner konnte je die rohe, schmutzige Energie des Originals einfangen.
The Texas Chainsaw Massacre ist kein Film fĂŒr nebenbei. Er schreit dich an, beiĂt sich fest, stinkt nach Blut und Angst â und lĂ€sst dich verstört zurĂŒck. Ein Film wie ein rostiger Nagel, auf den du mitten im Nirgendwo trittst.